Herzlich Willkommen auf der Homepage des Vereins
„Lebensspuren e. V.”
Wer wir sind
Der Verein „Lebensspuren“ ist eine Interessengemeinschaft, die „Lebensborn-Kinder“ und ihre Familien unterstützen und das Thema „Lebensborn“ aufarbeiten will. Der Verein verfolgt diese Ziele neutral, unabhängig und im Einklang mit dem Grundgesetz. Er ist weder parteipolitisch noch konfessionell gebunden.
Er signalisiert seine gesellschaftliche Position durch den Beitritt zum „Netzwerk für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt“, dem Bundesland, in dem der Verein seinen Sitz hat. Seit sechs Jahren treffen wir uns regelmäßig. Auf dem Treffen 2005 in Wernigerode haben wir uns zu dem Verein „Lebensspuren“ zusammengeschlossen. Mittlerweile gehören dem Verein außer „Lebensborn-Kindern“ auch Angehörige, Historiker, Therapeuten, Publizisten und andere am Thema Interessierte an.
Der gemeinnützige Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden sowie Fördermitteln aus öffentlicher Hand.
Woher wir kommen
Wir sind ehemalige „Lebensborn-Kinder“. Wir sind zwischen 1936 und 1945 geboren, die meisten in einem von 22 Heimen. Diese gehörten dem „Lebensborn e. V.“, der 1935 auf Veranlassung von Heinrich Himmler gegründet wurde, um „rassisch und erbbiologisch wertvolle“ Mütter und Kinder zu fördern und zu unterstützen. Einige von uns kennen bis heute weder Geburtsort noch Herkunft.
Was wir wollen
- Förderung der Kommunikation untereinander und gegenseitige Unterstützung bei der Suche nach den eigenen Wurzeln
- Informationsvermittlung über den „Lebensborn e. V.“ und seine Folgen sowie die Aufarbeitung seiner Geschichte
- Veranstaltung von Tagungen und Seminaren
- Aufbau eines Archivs, einer Dauerausstellung und eines Informationszentrums zur Geschichte des „Lebensborn“ nach Möglichkeit im ehemaligen „Lebensborn-Heim“ ,Harz’ in Wernigerode.
- Kooperation und Aufbau eines europäischen Netzwerkes mit Einrichtungen, die ähnliche Ziele verfolgen, vor allem mit ausländischen Kriegskinder- und „Lebensborn-Kinder“–Vereinigungen.
Als „Lebensborn-Kinder“ fühlen wir uns in der besonderen Verantwortung zur Aufarbeitung und Versöhnung. Mehr als 60 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz werden in Deutschland wieder Vertreter rechtsextremer Randgruppen in Parlamente gewählt, wird auf internationaler Ebene die „Auschwitz-Lüge“ diskutiert. Deshalb dürfen gerade wir nicht aufhören, an die Verbrechen des Naziregimes zu erinnern.
Wir können diese Ziele nur erreichen, wenn uns viele unterstützen. Neue Mitglieder, insbesondere die „Lebensborn-Enkel“ und Förderer sind herzlich Willkommen!

